Ausbildung zum Drohnenschutzbeauftragten (DMA) – Schwerpunkt Maritim
Zertifikatslehrgang mit Schwerpunkt Maritim – Drohnenschutz für Häfen, Terminals und maritime Kritische Infrastrukturen
Unerlaubte Drohnenflüge über Einrichtungen mit Schutzbedürfnis nehmen stark zu und heute müssen zumeist Menschen entscheiden, ob und wie eine Organisation richtig reagiert. Die Ausbildung zum Drohnenschutzbeauftragten (DMA) vermittelt Sicherheitsverantwortlichen in zwei intensiven Präsenztagen das notwendige Wissen, um die Funktion im eigenen Haus auszufüllen: den rechtlichen Rahmen inklusive KRITIS-Dachgesetz und NIS2, Drohnentechnik und Detektionsverfahren, Risikobewertung, Human Factors in kritischen Situationen, Melde- und Reaktionsprozesse sowie die Zusammenarbeit mit Polizei, Wasserschutzpolizei und Hafenbehörden – mit dem Schwerpunkt auf ISPS-Anforderungen, Hafenanlagen und angrenzenden Wasserflächen.
Live-Demonstrationen und eigenes Drohnenfliegen machen die Bedrohung real erlebbar: wie schnell eine FPV-Drohne wirklich ist und wie handelsübliche Drohnen in verschiedenen Höhen klingen. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab. Absolventinnen und Absolventen führen den Titel „Drohnenschutzbeauftragter (DMA)" mit digitalem Siegel, online verifizierbar im DroneMasters-Register.
Funktion
Die Ausbildung qualifiziert für die Übernahme der Funktion des/der Drohnenschutzbeauftragten (DMA) – in der Regel als Zusatzfunktion vorhandener Sicherheitsverantwortlicher, analog zum Brandschutzbeauftragten: eine benannte, ausgebildete und geprüfte Person für Drohnenrisiken. KRITIS-Dachgesetz, NIS2 und der ISPS-Code verlangen ein Risikomanagement für physische Bedrohungen – der Drohnenschutzbeauftragte ist die organisatorische Antwort, in Hafenanlagen typischerweise in der Hand des PFSO oder der Sicherheitsleitung.
Zielgruppe
Sicherheitsverantwortliche in Hafenanlagen, Terminalbetreiber, Hafenbehörden, Betreiber maritimer Kritischer Infrastrukturen (z. B. Container- und Massengut-Terminals, Werften), Dienstleister im Hafen- und Objektschutz, ISPS-Verantwortliche (Port Facility Security Officers – PFSO), IT- und Facility-Manager in Hafenbetrieben sowie Vertreter von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im maritimen Umfeld (z. B. Hafenaufsicht, Wasserschutzpolizei, Küstenwache), Verantwortliche von zivilen Sicherheitsdiensten im Bereich Liegenschafts- und Objektschutz.
Lernziele (prüfungsrelevant)
- Rolle und Aufgaben – die Funktion des Drohnenschutzbeauftragten in der Organisation ausfüllen: Aufgaben, Verantwortung, Berichtsweg, Schnittstellen zu Arbeitsschutz, Werkschutz und IT-Sicherheit
- Rechtsrahmen – KRITIS-Dachgesetz, LuftSiG, NIS2, ISPS-Code und maritimes Luftrecht
- Technikgrundlagen – Drohnentypen und Einsatzszenarien als Bedrohungsvektor; Detektionsverfahren (Radar, Funkfrequenzanalyse, Optik, Akustik) mit Stärken und Schwächen bewerten
- Risikoanalyse – Bedrohungsszenarien bewerten und geeignete Detektions- und Schutzmaßnahmen auswählen
- Human Factors – Wahrnehmung, Entscheidungsverhalten, Stress und Kommunikation in Detektion und Erstreaktion
- Prozesse und Behördenschnittstelle – Melde- und Reaktionsprozesse gestalten, Zusammenarbeit mit Polizei und Behörden inklusive Meldestelle BSI/BBK
- Organisatorische Resilienz – Awareness, interne Schulungen, Notfallpläne und Übungen aufbauen und aktuell halten
- Handlungskompetenz im Ernstfall – in einer simulierten Drohnenlage rechtssicher entscheiden, kommunizieren und Maßnahmen einleiten
Seminardetails
Schwerpunkt Maritim: ISPS-Code und Gefahrenabwehrplan der Hafenanlage, PFSO-Rolle, Drohnen über Wasserflächen und Schiffen, Zusammenarbeit mit Hafenbehörde und Wasserschutzpolizei.
Methodik: Interaktive Vorträge, Gruppenübungen, Fallanalysen, Planspiele, Praxisbeispiele aus aktuellen Vorfällen, Live-Demonstrationen und eigenes Drohnenfliegen.
Format: 2 Präsenztage · Tag 1: 10:00–17:00 Uhr · Tag 2: 9:00–13:00 Uhr, anschließend Prüfung
Prüfung: Am Ende von Tag 2 nach der Prüfungsordnung der DroneMasters Academy – Wissensteil und Szenarioteil; ab 90 % „mit Auszeichnung".
Abschluss: Titel „Drohnenschutzbeauftragte/-r (DMA)", zweisprachiges Zertifikat (DE/EN) mit digitalem Siegel, persönlicher Registernummer und QR-Code; Schwerpunkt Maritim wird ausgewiesen; Eintrag im DroneMasters-Register.
Gültigkeit: 2 Jahre. Jährliche Online-Fortbildung und Rezertifizierung alle zwei Jahre halten das Wissen auf dem Stand der Technik.
Dauer
Tag 1: 10:00 – 17:00 Uhr
Tag 2: 9:00 – 13:00 Uhr
Teilnahmegebühren
1.490,00 € netto (1.773,10 € brutto)
Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes:
890,00 € netto (1.059,10 € brutto)
inkl. Prüfung, Zertifikat, Registereintrag und Mittagessen
Zur Anmeldung wählen Sie bitte einen Standort und füllen das Formular vollständig aus. Anschließend erhalten Sie eine Rechnung sowie eine Teilnahmebestätigung.
Termine & Ort
Nächste Termine:
03./04.12.2026
Ort:
ma-co maritimes competenzcentrum GmbH
Köhlbranddeich 30
20457 Hamburg
Partner:
Der Lehrgang findet in Zusammenarbeit mit der ma-co statt.
Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung, die gleichzeitig als Anmeldebestätigung gilt. Stornierungen müssen grundsätzlich schriftlich erfolgen. Eine Stornierung bis 6 Wochen vor Seminarbeginn ist kostenlos, bis 4 Wochen vorher 30 % und ab 2 Wochen vorher, bzw. bei Nichterscheinen berechnen wir die volle Teilnahmegebühr.